Kitesport

img_8265Wer kennt es nicht! In der Kindheit ging es im Herbst mit den Drachen auf die Wiese. Im Herbst 2003 habe ich diese nette Freizeitbeschäftigung wieder entdeckt. Begonnen hat das mit einem kleinen 2-Leiner “Zappeldrachen” von Rhombus. Der lag immer mit im Auto und konnte spontan mal ausgepackt werden, wenn genügend Wind war. Kurze Zeit später habe ich bemerkt, dass es in punkto “Drachen” noch mehr gibt. So bin ich zu den “Spielzeugen für Große” – den Tractionkites – gekommen. Hierbei handelt es sich im um Drachen mit einer Form wie man sie auch von Gleitschirmen kennt. Tractionkites gibt es in so ziemlich allen Größen die man sich vorstellen, oder besser halten kann. Los geht das mit einer Fläche von ca. 1m² und steigert sich im Bereich der Tractionkites bis etwa 14m².

snow_jens_001Es ist am Anfang sehr erstaunlich welche Kräfte schon bei einer leichten Brise von so einem Kite entwickelt werden. Das ist wohl auch der Punkt an dem man dieses Hobby entweder sein lässt oder das Hobby zum Sport und zur Sucht wird. Bei mir ist nun letzteres eingetreten. Ich versuche immer wieder gern die Grenzen mit der Naturgewalt Wind auszuloten. Genial dabei ist, dass man diesen Sport nicht nur im Herbst ausüben kann, da für entsprechend große Kites eigentlich immer genügend Wind weht. Im Gegensatz zu den meisten “Zappeldrachen” werden die meisten Tractionkites mit 4 Leinen geflogen. Dabei dienen 2 Leinen zum Lenken des Kites und zwei zum Bremsen bzw. rückwärts fliegen. Die Leinen sind dabei entweder an zwei Handles oder einer Bar befestigt. Wenn man die Anfangs etwas komplizierte Sache mit dem Starten, Lenken und sauber Landen einmal erlernt hat, findet man schnell Spaß an spektakulären Flugmanövern. Dabei kann man mit dem Kite ganz gezielt Kräfte entwickeln, die einen locker abheben lassen.

buggy_anja_001Diese Tatsache verhilft dem Kitesport auch zu einem breiten Spektrum an Möglichkeiten. So kann man den Kite ganz normal auf der Wiese fliegen. Wenn man das einmal beherrscht, eröffnet sich jede Menge Spaß durch den Einsatz verschiedenster fahrbarer Untersätze. In Fahrt kommt man dann zum Beispiel mit einem Mountainboard (MTB) oder Allterainboard (ATB), einem Kitebuggy oder mit einem Snowboard bzw. Ski im Winter. Bei letzterem entwickelt sich mit dem Snowkiten gerade ein absolut neuer Trendsport. Bevor es jedoch soweit ist, sollte man den Kite sehr sicher beherrschen. Ansonsten kann es schnell passieren, dass der Kite einen im Griff hat und nicht umgekehrt. 2006 ist dank eines Bekannten mit sehr guten handwerklichen Fähigkeiten und technischen Möglichkeiten der Bau eines eigenen Kitebuggys möglich geworden. Was ist ein Kitebuggy eigentlich? Solche fahrbaren Untersätze verfügen über drei Räder. Fahren kann man mit Kitebuggys vorwiegend auf großen und ebenen Flächen. Gelenkt wird dieser über zwei Fußrasten an der Vordergabel. Eine Bremse gibt es nicht. Deshalb ist es wichtig, dass man ausreichend große Flächen zum Kitebuggy fahren auswählt.

bar_jens_001Häufig findet man Flächen für diese Sportart an dafür freigegebenen Stränden in Deutschland, Dänemark oder Frankreich. Aber auch im Binnenland gibt es Möglichkeiten zum Kiten. Zu meinen Favoriten der Fahrgebiete an der Nordsee zählt zweifelsfrei die Insel Rømø in Dänemark. Die Insel befindet sich ein paar Kilometer nördlich von der Insel Sylt und bietet mit einem 4km langen und ca. 1km breiten Strandabschnitt optimale Voraussetzungen für diesen Sport. Ansonsten bin ich zum Kiten im Umland von Chemnitz zu finden. Häufig in Hohenstein-Ernstthal, gegenüber vom Sachsenring.img_2476Wer nun neugierig geworden ist oder mehr über diesen Sport erfahren möchte kann mich gern kontaktieren – oder einfach bei schönem Wetter mal vorbei schauen. Bei diesem Sport darf die Sicherheit natürlich nicht auf der Strecke bleiben. Ich unterstütze deshalb die Aktion “Helm ist Klasse” von der GPA, ALIENBUGGY und der Zeitschrift Kite&Friends. Schließlich soll dieses Hobby ja lange Zeit Spaß machen.


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