Kleider machen Leute

by Jens
Categories: Hochzeit
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Published on: 16. Februar 2011

Brautkleid Teil 1….

anja_brautkleid… Endlich habe ich es geschafft. Ich habe einen Termin in einem Brautmodengeschäft ergattert, die Freundinen haben auch Zeit, super! Natürlich bin ich total aufgeregt, ich werde wunderschöne Kleider anziehen und darin hoffentlich super gut aussehen. Als Frau gehört der Kauf des Brautkleides, oder besser gesagt erst mal das Brautkleid-Schauen, sicher zu den schönsten und aufregensten Punkt der Hochzeitsvorbereitung. Einmal wie eine Prinzessin aussehen, davon träumt man schon als Mädchen.

Samstag um 10 ist der Termin. Als wir am Geschäft sind erwartet uns gleich eine Überraschung. Überall Polizei, heute Nacht wurde eingebrochen. Na das fängt ja gut an. Wir können frühestens in einer Stunde wiederkommen, jetzt muss erstmal der Tatort aufgenommen werden. So einfach geben wir nicht auf. Zwar ist es nahezu unmöglich sich Brautkleider ohne expliziten Termin anzuschauen, doch wir versuchen es troztdem und haben tatsächlich auch Glück.

Endlich geht es in die ersten Kleider. Dazu noch Schleier und Handschuhe…….so muss man sich als Prinzessin fühlen. Kleid anziehen, vorführen, Fotos machen, wieder ausziehen, rein ins nächste Kleid. Sechs Kleider später habe ich erst einmal alles interessante anprobiert und zwei Favoriten.

Nun aber zurück zum eigentlichen Termin, mitlerweile ist es halb zwölf und ich bin total gespannt, was im zweiten Geschäft auf mich wartet. Es geht genau so weiter, wie wir im letzten aufgehört haben. Rein ins Kleid, vorführen, kurz entscheiden ob vielleicht oder definitiv nicht und wieder raus. Sieben Kleider und eine dreiviertel Stunde später gibt es auch hier einen Favoriten. Gar nicht so schlecht für den ersten Brautkleid-Anschau Termin.

Brautkleid Teil 2 …

… In der Zwischenzeit habe ich getan, was man sicher nicht tun sollte, nämlich Kataloge angeschaut. Dabei ist mir eine Marke besonders ins Auge gefallen, diese gibt es in einem Geschäft in Zwickau, also muss ich da hin. Zum Glück gibt es dort auch gleich einen Herrenausstatter, so dass Jens mitkommen kann. Natürlich nur um für sich einen Anzug auszusuchen, nicht etwa um mein Kleid vorher schon zu sehen. Zunächst müssen wir eine ganze Weile warten und dürfen zwei anderen Bräuten in Spe beim Anprobieren zuschauen. Eine etwas kräftigere Braut in einem super engen Kleid, dass zudem noch 2 Nummern zu klein ist……ein toller Anblick, der eher an eine Presswurst als an eine Braut erinnert.

Endlich ist es soweit. Hier gibt es diesmal nur vier Kleider. Doch schon beim ersten sind sich alle Anwesenden einig, das ist es. Auch der Herrenausstatter kommt vorbei, schaut das Kleid an, meint “hmmmm dann nehmen wir den Italienischen Anzug, paßt wie die Faust aufs Auge” und dampft wieder ab. Die anderen Kleider sind schön, wie wohl jedes Hochzeitskleid, begeistern nun aber nicht mehr wirklich. Schleier und Diadem werden nun zu dem Traumkleid auch gleich ausgesucht. Die Entscheidung ist gefallen, ich habe eine Kleid und fühle mich traumhaft darin. Auch setzen üben wir gleich einmal. Muss ich jetzt wirklich aus dem Kleid raus? Ich fühle mich doch gerade so wohl und könnte es gleich anbehalten. Ja ich weiß, das ist natürlich totaler Quatsch, also trenne ich mich schweren Herzens wieder von meinem neuen Outfit.

An der Kasse treffen Jens und ich wieder aufeinander und wir sind beide gespannt, wer von uns beim Rechnungsbetrag nun am meisten erschrecken wird. Natürlich habe ich auch beim Kleid mein Budget mal wieder nicht eingehalten, aber man heiratet ja nur einmal.

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